Tomaten gießen und düngen

Standort

Tomaten brauchen Licht und Wärme. Bei voller Sonne können Tomatenpflanzen fruchtig-süße, sonnengereifte Früchte ausbilden.
Ideal für die Kultur sind auch warme Temperaturen von mindestens 15° Celsius. Junge Pflanzen sollten daher noch bis Mitte Mai auf die Fensterbank oder ins helle Gewächshaus gestellt werden, wenn die Witterung noch kühl ist. Danach dürfen die Pflanzen nach draußen. Aber Vorsicht: Die die zarten Pflänzchen unbedingt vorsichtig an die Sonne gewöhnen, sonst droht “Sonnenbrand” (Zerstörung der Blattoberfläche durch UV-Strahlung).
Als Schutz gegen Kraut- und Braunfäule sollten Tomaten im Freiland einen geschützten, möglichst überdachten, luftigen Standort erhalten. Gewächshäuser sollten gut gelüftet sein, um eine möglichst geringe Luftfeuchte und Bienenflug für die Bestäubung zu ermöglichen.

Giessen

Die Tomaten müssen immer ihre Füße in der Frische und den Kopf in der Sonne behalten.

Die Tomaten immer morgens bewässern, bevor die Erde völlig trocken ist. Keine totale Trockenheit, sonst werden die Tomaten von apikaler Nekrose getroffen. Zu viel Wasser reduziert aber auch den Tomatengeschmack.

Im Durchschnitt sollte man einem Tomatenstock 2 Liter Wasser alle 5 Tage geben. Das kann je nach Witterung wechseln.

Die Mengen sollten regelmässig sein, sonst gefärdet man das Gleichgewicht der Pflanze sowie die Fruchtqualität.

Das Wasser darf niemals die Blätter benetzten!

Sie auch eine Plastikflasche benutzen, die Sie kopfüber neben die Pflanze in den Boden stecken, nachdem Sie das Unterteil abgeschnitten haben. Diese dann regelmässig füllen.

Nach dem ersten Unkrautentfernen können Sie einen Mulch ausbringen, der die Verdunstung verlangsamt. Diesen Mulch wenn nötig auswechseln. Er kann aus Stroh, getrockneten Blättern oder Brennesseln bestehen und sollte 5 cm dick sein.

Wenn der Sommer zu nass ist, können Sie auch einen Schutz bauen, um die Früchte und Blätter vor dem Wasser zu schützen.

Ernähren

Für Tomaten einen Dünger mit hohem Kali- Phosphat (PK) und Spurenelemente- Gehalt auswählen. So fördern Sie den Wuchs und die Gesundheit Ihrer Tomaten schon von Anfang an. Sie können auch das Wachstum fördern, indem Sie pflanzliche Jauchen sprühen. Diese sollten ein gutes Gleichgewicht von Stickstoff und Kalium haben. Die Brennessel, die schon ins Pflanzenloch hinzugegeben wurde, kann auch als Jauche auf das Laub gesprüht werden: sie kräftigt die Tomatenpflanzen und beugt gewissen Krankheiten und Schädlingen vor.

Weitere Kulturmaßnahmen

  • Wählen Sie einen Pflanzabstand von ca. 60 x 80 cm (bei Stabtomaten).
  • Ausgeizen oder Entgeizen bedeutet in der Gärtnersprache das Entfernen der Seitentriebe aus den Blattachseln. Hierdurch erhalten Ihre Tomatenpflanzen mehr Licht und die Wuchskraft wird auf die Früchte gelenkt. Ausgeizen sollten Sie bei allen langwüchsigen Tomaten. Busch-, Topf- und Ampeltomaten werden dagegen nicht entgeizt.
  • Stäben: Ihre Tomatenpflanzen brauchen zum optimalen Wachstum eine Stütze (Ausnahme: Busch- und Topftomaten). Im Handel gibt es hierfür Spiralstäbe, welche sich gut zum Hochleiten der Pflanzen eignen. Alternativ können Sie aber auch einfach Holzstäbe verwenden, oder die Pflanzen an Seilen oder Drahtgittern hochleiten. Kunststoff-Clipse sind hierbei hilfreich.
  • Noch nicht ganz ausgereifte Früchte können im Haus an einem dunklen Ort nachreifen.
  • Zum Schutz vor der Pilzkrankheit “Kraut- und Braunfäule” sollten Sie Rankhilfen nach Gebrauch reinigen. Tomaten in den Folgejahren möglichst an einem anderen Standort kultivieren (Fruchtwechsel).
  • Möglich ist auch die Kultur in großen Pflanzgefäßen oder direkt in Substratsäcken (dies ist auch eine Alternative zum Fruchtwechsel / Bodentausch). Vor dem Pflanzen an Wasserabzugslöcher an der Unterseite der Gefäße/ Substratsäcke denken, damit keine Staunässe entsteht.
  • Tomaten sind Selbstbefruchter, also nicht auf den Pollen anderer Tomatenpflanzen angewiesen. Die Bestäubung wird durch Wind, Insekten und Erschütterungen gefördert. Daher schüttelt der Gärtner beim Anbau im windstillen Gewächshaus vorsichtig die Blütenstände um die Bestäubung sicherzustellen. Auch wichtige Bestäuber wie Bienen und Hummeln sollten die Tomatenpflanzen besuchen dürfen. Bei der Suche nach Nektar bestäuben diese Insekten zuverlässig.